Auftritt der Köstlinkinder bei der Tübinger Kulturnacht




Unter der Leitung von Frau Kern-Cörlin trugen Kinder der Klasse 4k selbst verfasste Gedichte und Texte für Kinder vor. Den musikalischen Rahmen gestalteten verschiedene Ensembles der Tübinger Musikschule.
Unter einem Frühlingsbaume (Philine)
Liegend unter dem Baum,
kommt mir ein schöner Traum.
Über mir der blaue Himmel,
welch ein Bienengewimmel!
Und fern dahinten Vogelschwärme,
ziehen hierher in die Wärme.
Das Vogelgezwitscher schallt in mein Ohr,
die Vögel singen für mich im Chor.
Der Duft zieht in meine Nase,
es riecht nach frischem Grase.
Ein Vampir im Schullandheim (Elmo)
Hallo, ich bin Elmo und ich will euch erzählen, wie ich von Montag bis Freitag im Schullandheim war. Das Schullandheim war in Transsilvanien. Wir sind mit dem Flugzeug geflogen. Übrigens bin ich 10 Jahre alt und gehe in die 4. Klasse.
Das Schullandheim liegt auf einem Berg. Es ist eine wunderschöne Burg und sieht richtig abenteuerlich aus. Die Burg hieß Burg Düsterwald. Neben der Burg war ein Haus, das wahrscheinlich den Besitzern gehörte. Die Zugbrücke knarrte, als wir drüber liefen. Wir kamen in eine Halle, wo viele Ritterrüstungen standen, und dahinter war ein Esssaal. Dort führte eine Treppe nach oben zu den Zimmern. Ich schlief mit meinem Freund im Heu; er heißt Hannes. Wir richteten unser Lager ein und dann gab es Abendessen. Nach dem Essen gingen wir in unser Lager. Ich las noch ein bisschen.
Ich war wahrscheinlich eingeschlafen, aber dann gab es einen lauten „KRACH“! Ich schreckte hoch. Hannes hatte den Lärm anscheinend auch bemerkt, denn er saß senkrecht im Heu.„Was war das?“, fragte Hannes.„Das war ich“, sagte eine Stimme. „Wer war das?“, fragte Hannes wieder.„Ich!“, kam die Antwort.„Wer ich?“, fragte Hannes noch einmal.Wir guckten zum Fenster, weil dort die Stimme herkam, aber wir schreckten sofort wieder zurück – weil auf dem Fensterbrett ein Vampir saß! Doch, da saß tatsächlich ein Vampir!„Aaahhh!“, brüllten wir. „Ein Vampir!“„Was brüllt ihr denn so?“, fragte eine Stimme. Es war die Stimme von Frau Hering. „Was brüllt ihr denn so?“, fragte sie nochmal.„Da… da war ein V-V-V-Vampir!“, stammelte ich.„Was redest du denn, es gibt keine Vampire“, erwiderte sie.„Doch!“, erwiderte ich, „wir haben ihn ja gesehen! Er saß bei uns im Zimmer auf dem Fensterbrett!“„Ja, ja, ja“, erwiderte sie nur, „legt euch wieder hin.“„Okay“, sagten Hannes und ich im Chor.
Wenig später lagen wir wieder im Heu. Da erklang die Stimme wieder und sie sagte: „Habt keine Angst vor mir, ich tu euch nichts. Ich suche nur Freunde. Wollen wir Freunde sein?“„O-o-okay“, sagten wir.Der Vampir stellte sich vor: „Ich heiße Rüdiger. Und ihr?“„Ich heiße Hannes und ich Elmo“, sagten wir.Der Vampir sagte: „Ich hab‘ was für euch.“ Er hielt zwei schwarze Stoffe hoch.„Was ist das?“, fragte Hannes.Rüdiger sagte: „Das sind echte Vampirumhänge.“„Was?“, sagten wir.„Ich schenke sie euch“, sagte Rüdiger.„Wirklich?“, fragte Hannes.„Ja! Wollen wir eine Runde fliegen?“„Auf jeden Fall!“, sagten wir.Er gab uns die Umhänge, wir zogen sie uns an und stiegen aufs Fensterbrett. Wir fragten, wie man mit Vampirumhängen umgeht. Er sagte: „Hochspringen und die Arme bewegen, als wärt ihr Vögel!“ Also taten wir, was Rüdiger sagte und… und… tatsächlich… wir flogen!
Wir flogen um Türme und Zinnen, durch das Tor rein und wieder raus. „Das macht richtig Spaß!“, sagte Hannes, und ich stimmte zu. So vergingen die Nächte und wir flogen und flogen. Und die Tage vergingen wie im Flug. Dann kam der Freitag und wir mussten zurückfliegen. Wir mussten uns von Rüdiger verabschieden. Wir bedankten uns für die Umhänge, die wir mitnehmen durften. Als wir zu Hause waren, trafen wir uns auf dem Schloss Hohentübingen und flogen jeden Abend durch das Schloss.
ENDE
